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Offenheitsaspekte und Toleranzdimensionen der Schule

Offenheitsaspekte und Toleranzdimensionen der Schule

Veröffentlicht: 2022-12-06
© Verein für Kultur- und Migrationsforschung
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Veröffentlicht: 2022-12-06
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Beschreibung

Die Studie wurde am 1. Oktober 2021 begonnen und am 31. Oktober 2022 fertiggestellt. Die Gesamtzahl
der Personen, die in den statistischen Analysen berücksichtigt wurden, betrug 1082.
Auf der Offenheitsschiene der Studie, die das Ausmaß der Präferenzen der befragten Personen
gegenüber liberalen, konservativen bis hin zu rassistischen, kollektivistischen und fundamentalistischen
Wertvorstellungen ermittelt, lassen sich die drei untersuchten Gruppen (Lehrkräfte, Kinder und Eltern)
zusammenfassend wie folgt skizzieren:
Die Lehrkräfte sind in ihren Weltanschauungen am liberalsten, denn sie stimmen zu rund 88 % allen
fünf Items vollständig oder eher zu. Wogegen sich 70,6 % der untersuchten Schüler*innen nach
denselben Maßstäben als liberal einstufen lassen. Den Eltern mit 84 % kommt zwischen den zwei
Positionen eine mittlere Stellung zu.
Die religiöse Weltanschauung wurde mit dem Fokus auf den religiösen Fundamentalismus untersucht. Analog zum Liberalismus weist die Gruppe der befragten Lehrkräfte den niedrigsten Hang zum
Fundamentalismus auf und die Gruppe der Schüler*innen den höchsten. Drei Viertel der befragten
Schüler*innen legen ihre eigene oder Religiosität im Allgemeinen liberal aus. Der Rest ist in steigendem
Ausmaß fundamentalistisch eingestellt. 16 % der Schüler*innen sind stark davon betroffen.
Auf der Toleranzschiene der Studie wiederholen sich die Unterschiede erneut: Rund ein Drittel der
Personen in jeder befragten Gruppe tendiert zur Unduldsamkeit und Intoleranz.
In qualitativer Hinsicht ist die multikulturalistische Wertschätzungstoleranz die beliebteste: Im Schnitt
präferieren sie rund 43 % aller Befragten.
Die Erlaubnistoleranz, die sich durch den niedrigsten Anerkennungsgrad für die kulturelle Vielfalt von
allen Toleranztypen charakterisiert, kommt bei den Eltern auf der ersten Stelle, und zwar gemeinsam
mit der Wertschätzungstoleranz. Bei den Schüler*innen und Lehrkräften ist sie hingegen der zweit
bevorzugte Toleranztyp. 17 % der Schüler*innen und 20 % der Lehrkräfte bevorzugen diese restriktive
Toleranzart eher und vollständig.
Als eine der wichtigsten Determinanten für die Einstellungen und Weltbeziehungen hat sich das Geschlecht erwiesen. Weibliche Schülerinnen sind in ihrer Weltanschauung im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen liberaler und säkularer.

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